Grundsätzlich unterscheidet sich eine schlechte Angewohnheit von süchtigem Verhalten. Dabei beschränkt sich Suchtverhalten höchst selten auf ein einziges Medium (wie z.B. nur auf Zigaretten). Würde man dieses Medium einfach wegnehmen (z.B. Zigaretten verstecken), würde sich die Sucht nur neue Wege suchen, z.B. durch vermehrtes Essen. Und schließlich: Suchtverhalten ist nichts anderes als blockierte Kreativität. Das sind die Grundaxiome dieser Seite. Doch wenn Sie den Mut haben eingeschliffene Verhaltensmuster zu ändern, könnten Sie womöglich auf das interessanteste Abenteurer Ihres Lebens stoßen...
In Kürze startet die neue Plattform Kreativblockade
Kreativblockade ist die konsequente Weiterentwicklung der Seite Rauchertest. Während es auf der Seite Rauchertest noch um eine physische Risikoeinschätzung geht, beschäftigt sich die Seite Kreativblockade mit den psychi- schen Mechanismen von süchtigem Verhalten. Auf der neuen Plattform besteht die Möglichkeit zu einem kostenlosen, anonymen Test über Ihr individuelles Suchtverhalten. Und das Ergebnis kann in engem Zusammenhang mit Ihrem persönlichen, kreativen Potential stehen.
Zunächst einmal herzlich Willkommen zum Relaunch der Seite Rauchertest! Die Seite hat nunmehr eine vollständige Überarbeitung in Technik und Inhalt.
Seit 2000 online hat Rauchertest bewegte Zeiten hinter sich. Neben diversen Internetpreisen, Presseartikeln, einem Radiointerview bei Radio 1, bis hin zu einer französischen Schwesterseite, erreichte die Seite zwischen 2000 und 2003 den höchsten Bekanntheitsgrad. Der Bestseller "Endlich Nichtraucher" von Allen Carr hatte Hochkonjunktur und die Seite Rauchertest bezieht von je her eine kritische Position zum Buch. Das damalige Diskussionsforum der Seite brummte - nicht zuletzt durch eine Empfehlungen der Zeitschrift Focus und des Internetforums des Stern. Schon damals war das Credo, dass es eigentlich gar nicht so sehr um das Nikotin ging, das Allen Carr als das absolut Böse ausgemacht hatte. Viel mehr hob die Seite darauf ab, dass es um den einzelnen MENSCHEN ging, der da rauchte. Und darauf, dass das Rauchen, ganz im Gegensatz zu Carr's Thesen, keineswegs einfach nur dumm ist.
Im Gegenteil, denn Rauchen hat einen erheblichen, unbewussten Sekundärgewinn. Und die Seite Rauchertest führt nach wie vor aus, worin dieser Gewinn besteht. Dies war offenbar einmalig und trat eine Lawine los. Hunderte von Rauchern meldeten sich zum Thema, fühlten sich erstmals verstanden oder besser gesagt: Sie konnten sich selbst besser verstehen. Plötzlich wurde ihnen klar, warum sie weiterrauchten - obwohl natürlich viele vom Verstand her längst aufhören wollten. Doch selbst Nichtraucher meldeten sich zu Wort und bekundeten, dass sie nun endlich die Raucher besser verstünden. Denn bislang hatten sie immer nur den rationalen Aspekt der Sache betrachtet - und aus diesem Blickwinkel erschienen ihnen die Raucher schlichtweg lächerlich.
Auf der Höhe dieses Erfolges fragten große Firmen nach Nichtraucher- Seminaren für ihre Mitarbeiter an; obwohl es auf der Plattform eigentlich nie darum ging, irgendwelche Leute kurz und schmerzlos vom Rauchen zu befreien. Ein bekannter Buchverlag mit zwei Großbuchstaben meldete sich und schlug mir die Umsetzung als kurzen Nichtraucher-Ratgeber mit bunten Bildchen vor, ähnlich der Kochbücher die hier verlegt wurden. Vorausgesetzt: ich würde alles noch etwas kürzen, denn - Zitat der Lektorin: "wer will heutzutage noch diese Bleiwüsten lesen?". Doch auch ein Buch "Nichtraucher in drei Schritten" war ja absolut nicht mein Anliegen. Eigentlich war und ist Rauchertest eine komplexe Seite über Sucht, mit der These, dass es für unser süchtiges Verhalten einen intelligenten Grund gibt, der nach Beachtung verlangt und vor allem: den man wandeln und nutzen kann.
Anfangs hatte ich die Seiteninhalte für mich selbst geschrieben, als ich mich als frisch gebackener Nichtraucher über Allen Carr geärgert hatte. Denn dieser behauptete, dass Raucher schlichtweg dumm wären und das Aufhören lächerlich einfach ist. Dieser Ansatz mag ja für den ehemaligen Steuerprüfer zutreffend gewesen sein. Ich jedenfalls stellte bei mir und anderen frisch gebackenen Nichtrauern fest, dass wir ohne Zigaretten eben kein "glückliches und zufriedenes Leben" führten (Allen Carr). Im Gegenteil - anfangs bezahlten wir unser "erfolgreiches" Nichtrauchen mit vermehrtem Essen, Trinken, Fernsehen oder was auch immer. Und ich begann herauszufinden, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen diesem Verhalten und Kreativität gab.