Kein Raucher sollte sich durch das Ergebis des Testes beruhigt fühlen - selbst wenn der Test einen niedrigen Index ergeben sollte. Der Indexwert und der bewertende Kommentar zeigen lediglich Tendenzen und Wahrscheinlich- keiten auf. Im extremsten Fall kann das bedeuten:
Ein Raucher mit sehr niedriger Punktezahl (der bewertende Text spricht davon, dass kaum Schäden zu erwarten sind) erkrankt trotzdem schwer und stirbt bereits mit 34 an den Folgen des Rauchens.
Oder anders herum:
Selbst ein Raucher mit einer sehr hohen Punktezahl (der bewertende Text spricht von wahrscheinlicher Erkrankung und verfrühtem Tod) wird trotzdem 92 Jahre alt und erfreut sich bester Gesundheit.
In Bezug auf das Rauchen gehört es zum wissenschaftlich seriösen Ton, grundsätzlich die Rauchwirkung, ohne wenn und aber, als schädlich zu bezeichnen - und das ist völlig korrekt. Wünschenswertes Ziel ist, das Rauchen ganz zu unterbinden. Jeder Test oder Index, welcher die Möglichkeit einer Differenzierung in der Risikoeinschätzung zulässt, gilt als ungünstig - könnte er doch missverstanden werden und zu einer irrigen Beruhigung der Raucher beitragen. Und so findet man im Internet lediglich Tests, die sich mit dem Grad der Nikotinabhängigkeit beschäftigen - ein Thema um das es hier NICHT geht. Um Eines noch einmal ganz klar zu sagen:
Selbstverständlich wäre es für die physische Gesundheit eines Rauchers das Beste, das Rauchen ganz aufzugeben! Vollkommen egal, was irgendein Test ergeben sollte.
Leider holt dieser pauschale Ratschlag keinen süchtigen Raucher da ab, wo er steht. Denn kein Suchtraucher hört aufgrund rationaler Argumente mit dem Rauchen auf. Trotzdem macht sich jeder Raucher seine Gedanken über seine Gesundheit. Und: Es ist natürlich nicht egal wer raucht und wie viel geraucht wird.
Ob ein sportlich tätiger Mensch bei guter Ernährung und viel Bewegung an frischer Luft seine 5 Genuss-Zigaretten raucht oder ein übergewichtiger Diabetiker seine 40 Zigaretten vor dem Computer sitzend qualmt, macht für eine ehrliche Schadensprognose natürlich einen beachtlichen Unterschied. Und selbstverständlich möchte jeder Raucher wissen: An welcher Stelle zwischen diesen beiden Extremen stehe ich? Und zwar mit meinem Rauchverhalten im Verhältnis zu meiner Konstitution. Und genau hierauf bezieht sich der holistische Test.
Der Test umfasst 53 Fragen aus sieben Rubriken:
Abgesehen von den expliziten Raucherfragen erfassen die übrigen Fragen die negativ ergänzenden Belastungen eines Rauchers. Wenn eine Frage mit ja beantwortet wird, addiert der Computer eine für den Probanden zunächst unsichtbare Punktmenge pro Frage auf das Indexkonto. Zur Vermeidung einer suggestiven Beeinflussung kann der Proband bei Fragestellung nicht erkennen, wie hoch die einzelne Frage mit einem negativen Wert belastet ist. Einige Fragen haben einen sehr hohen Schadenswert, andere einen weniger hohen.
Beispiel: Bei identischem Rauchverhalten ergäbe sich dennoch ein vollkommen anderer Belastungsindex, hätte ein Raucher zusätzlich noch einen manifesten Bluthochdruck, ein anderer jedoch nicht.